Beauceron – oder auch Berger de Beauce

Beauceron, der: Der Beauceron entspricht dem FCI-Standard Nr. 44, Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde (ohne Schweizer Sennenhunde), Sektion 1: Schäferhunde, mit Arbeitsprüfung.

Sein Ursprung liegt in Frankreich, wo er auch Berger de Beauce genannt wird. Seine Widerristhöhe beträgt bei Rüden: 65–70 cm, bei Hündinnen 61–68 cm. Den Beauceron gibt es in den Varietäten Basrouge (schwarz und loh) sowie Harlekin (gefleckt – schwarz und loh mit grau). Die Ursprünge der Rasse liegen in Frankreich in einem der Hütehundschläge der Wanderschäferei. Etwa im 19. Jahrhundert bildete sich diese Rasse heraus. 1889 wurde der erste Rassestandard erstellt.

Jährlich kommen in Frankreich etwa 3000–3500 Beauceronwelpen zur Welt; die Hochburgen der Rasse sind die Beauce (ein Landstrich zwischen Chartres und Orleans, etwa 200 km südwestlich von Paris) und der Norden (entlang der Grenze zu Belgien).

Der Beauceron ist ein größerer (bis 70 cm) Gebrauchshund, der in seiner Gesamterscheinung an eine stämmigere Ausgabe eines Dobermann oder eine schlanke Ausgabe eines Rottweilers denken lässt. Als besonderes Merkmal hat der Beauceron doppelte Afterkrallen. Das Haar ist kräftig, kurz, dick, festanliegend, 3–4 cm lang in schwarz mit lohfarbenen Brand oder blau gefleckt mit lohfarbenen Abzeichen: grau, schwarz und brand. Die Ohren sind halbstehend oder hängend, sie sollten nicht am Kopf anliegen.

Durch seinen Ursprung als Arbeitshund erklärt sich sein Hang zur Selbstständigkeit, was leicht als Dickköpfigkeit missverstanden werden kann. Bei der Erziehung braucht sein Halter daher viel Hundeverstand, Konsequenz und Einfühlungsvermögen. Eine ‘harte Hand’ verträgt er nicht. Wird er als Familienhund gehalten, ist zu beachten, dass er seinen Hütetrieb dann eben auf die Familie anwendet. Wie alle Arbeitshunde braucht er unbedingt viel Beschäftigung, wie zum Beispiel alle Arten von Hundesport. Der Beauceron läuft als Hütehund am Tag zwischen 40 und 100 km und er kann diese Distanz auch neben einem Fahrrad zurücklegen.

Berger de Beauce sind sehr intelligente Hunde und sie hängen in Treue an ihrem Herrn. Es gefällt dem Beauceron, Aufgaben für seine Bezugsperson zu erledigen. Vorausgesetzt wird hierbei allerdings, dass der Hund den Herren als Rudelführer anerkennt, denn er neigt zur Dominanz. Beaucerons verhalten sich gegenüber unbekannten Menschen misstrauisch und zurückhaltend, sie neigen nicht dazu, mit jedem Freundschaft zu schließen.

Der Beauceron wird als Hüte-, Wach- und Schutzhund eingesetzt. Als Familienhund ist er durchaus geeignet, wenn der Mensch seine Herkunft beachtet. Als Schutzhund ist er geeignet, wenn er aus einer entsprechenden Arbeitslinie stammt. Denn dazu ist eine hohe Arbeitsfreude erforderlich und ein ausgeglichener Beute- und Arbeitstrieb. Die gute Führigkeit und die Belastbarkeit machen ihn zu einem guten Fährtenhund, durch seine Lauffreude ist er auch zum Sanitätshund geeignet, zumal er belastbar und trotzdem ausgeglichen ist. Gleiches gilt für seinen Einsatz als Lawinen- und Katastrophenhund.

Quelle: Wikipedia / Beauceron – bearbeitet von M. Marx 01-2011

Anmerkung: Der Beauceron ist eher für hundeerfahrene Halter mit Konsequenz gedacht. Ein Haus mit Grundstück ist optimal, eine Etagenwohnung in einer Stadt gelegen kommt seinem Wesen absolut nicht entgegen. Kein ‘Anfängerhund’!

Bildquelle: hdcelebritywalls.com

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