Ja, wir haben diese Diskussion angezettelt. Und ja – es musste sein, denn es geht um Glaubwürdigkeit und Transparenz Was uns schmerzt, ist allein die Tatsache, das wir dies nicht schon viel früher getan haben. Denn: ist es eine WEEAC-Verwirrung? Wenn der  Weg das Ziel sein sollte, handelte es sich diesmal um einen wackligen Holzweg über dünnes Eis: Ziel verfehlt!

Wir glauben an die Notwendigkeit eines weltweiten, gemeinsamen Events. Wir finden, dass die Idee von Dawn Groth eine hervorragende ist und unbedingt umgesetzt werden muss. Wir finden aber auch, dass die geplante, versuchte und letztlich en Detail gescheitert Umsetzung diskutiert werden muss. Aber ebenso, dass nicht nur geschimpft werden darf, sondern auch ein tragfähiges Konzept präsentiert werden muss.

Was uns zu einer kleinen Rebellion getrieben hat, ist der Tatsache geschuldet, dass Transparenz zu keiner Zeit statt gefunden hat. Einen weltweiten Event aus dem Boden zu stampfen braucht eine große Organisation mit offenen Strukturen, einem guten Leumund, viel Erfahrung und dem Willen, sich Kompetenz in möglichst großer Zahl an Bord zu holen. Eine Wagenburg-Mentalität ist da kontraproduktiv.

Ein in Gründung befindlicher, nicht offener Verein, bestehend aus vier – sicher das Beste wollender – Personen hat keinerlei Chance, all die benötigten Kompetenzen und Referenzen auch nur im Ansatz zu präsentieren. Das geht so einfach nicht. Natürlich ist es Tierschutz – aber auch der unterliegt den Regeln und Reglementierungen des Marketing, der PR, letztlich der Außenwirkung. Auch der Tierschutz funktioniert nur mit den Menschen des jeweiligen Landes, Interessen, Vorwissen, Befindlichkeiten, Bildung, Tradition, Erziehung, Gesetzgebung, Sponsoren- und Medienverhalten ist teilweise sehr unterschiedlich und MUSS berücksichtigt werden, sonst ist ein solches Mammutprojekt von vorn herein zum Scheitern verurteilt – was eine Katastrophe wäre.

Wir wollen kein geselligen Grillabend mit Klampfenmusik organisieren für Menschen, die ohnehin im Tierschutz auf die eine oder andere Weise tätig sind. Wozu sollte das gut sein? Zum kuscheligen Selbstfeiern? Unnötig.

Was wir wollen, sind Events, die mit Show, Interviews, viel Infos, dem Aufzeigen von Alternativen und einem Massenerlebnis die Seelen fangen, die sich bisher nicht um Tierrechte gekümmert haben. Wir wollen Kinder und Jugendliche gewinnen, ihnen vorleben und verkünden, dass Tierschutz Spaß machen darf, sexy ist und wir – ohne auf etwas zu verzichten – auf vieles verzichten können. Dazu braucht es die große Bühne, dazu braucht es viel Geld.

NEIN, dieses Geld wird eben NICHT dem Tierschutz entzogen, sondern stammt  von Unternehmen, denen es um Image UND eine gute Sache geht, die das Geld aber nicht direkt dem Tierschutz zu Gute kommen lassen würden. DAS nennt man eine klassische ‚Win-Win-Situation‘!  UND – sind wir erfolgreich, werden mehr Menschen spenden, ihr Leben ein klein wenig korrigieren, helfen, umdenken, lernen – ein Effekt, der unbezahlbar ist. Wer da sagt, dass das Geld besser angelegt werden könnte, denkt viel zu kurz, was im ‚Tierschutz‘ eher die Regel denn die Ausnahme ist. Leider traurige Realität!

Wir werden weiter ein ‚etwas‘ angreifen, dass sich unangreifbar, unsichtbar macht und jeder Transparenz Hohn spricht. Aber wir haben ein Konzept, hinter der zumindest der ETN, in Vorgesprächen und somit inoffiziell aber auch andere wichtige Organisationen stehen:

Gründung des WEEAC Deutschland e.V.

Noch ein Verein? Eindeutig JA. Deutsches Steuerrecht, Verankerung im Land, Bündelung möglichst vieler Interessierter auch und gerade aus anderen Vereinen in einem offenen Verein mit Streitkultur, einem gemeinsamen Ziel verpflichtet: der Planung und Durchführung des jährlichen WEEAC, der Planung und Durchführung eigener Aktionen unter dem Wappen des WEEAC in Absprache mit einer zu gründenden internationalen Dachorganisation zur Koordinierung.

Einrichtung eines großen Vorstandes, der die interessierten großen Organisationen mit je einem Sprecher einbindet – für kurze Wege, breiten Konsens und streitbare Entwicklung als ständiger Prozess.

Öffnung der Mitgliedschaft für alle Interessierten, auch Organisationen und Vereine, Schulklassen, Arbeitsgruppen als Gruppenmitgliedschaft mit einer Stimme – nach Antragstellung und auf Probe für ein Jahr. Wir müssen uns alle bewähren. Ohne Ausnahme. Und unter Einbindung aller wichtigen gesellschaftlichen Gruppen.

Synchronisierung der internationalen Events unter Berücksichtigung nationaler Besonderheiten über die Dachorganisation.

Weltweite Vernetzung.

Das ist im Übrigen keine bloße Idee, das ist eine Grundforderung für eine zukünftige sinnvolle und vor allem glaubhafte Arbeit!

Resumée

Wir stehen hinter der Idee, aber zu realistischen Bedingungen. Ob als einfaches Mitglied oder im Board – die Arbeit muss getan werden. Aber nur mit der nötigen Planungssicherheit für alle Beteiligten und nicht nach den Regeln eines Kleingartenvereins. Wer global wahr genommen werden möchte, muss auch globale Strukturen zulassen und unterstützen, sonst wird aus einem Traum schnell ein Albtraum mit unübersehbaren Folgen für die Idee an sich.

Fragen, Wünsche, Vorschläge, Angebote für eine Vereinsgründung gerne an uns, wir sind aber lediglich Relaisstation und Ideengeber und stellen uns einer Wahl oder Abwahl, wie wir das von jedem verlangen, der viel verlangt.

© Michael Marx – 08/2011

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